Paul Sepuya. Im Blick des Begehrens
Paul Mpagi Sepuya gehört zu den wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Fotografie in den USA. Die Ausstellung im Sprengel Museum Hannover ist die erste größere Einzelausstellung des Künstlers in einem deutschen Museum. Sie offenbart, wie der Künstler in seinen poetisch anmutenden Arbeiten das klassische Porträt dekonstruiert, wie er die Kamera als Werkzeug nutzt und dabei zugleich Räume der Nähe, Fragmentierung und Reflexion erschafft. Durch den gezielten Einsatz von Spiegeln, Stoffen und Studioelementen hinterfragt Sepuya die Mechanismen des Sehens – wer blickt, wer wird betrachtet, und wie entsteht fotografische Intimität?
Sepuyas Praxis ist geprägt von queeren Perspektiven, einem bewussten Spiel mit Sichtbarkeit und einer tiefen Auseinandersetzung mit dem fotografischen Akt selbst. Seine Bilder sind keine bloßen Abbilder, sondern performative Prozesse – offen, sensibel und immer mit einem Blick auf die Machtstrukturen des Mediums.
Bereits eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung, zu der Sie natürlich ebenso herzlich eingeladen sind, haben die SPRENGEL FREUNDE Gelegenheit, mit Stefan Gronert, der die Ausstellung kuratiert und dem Künstler durch die Ausstellung zu gehen. Stefan Gronert gibt eine Einführung, Paul Sepya wird für Fragen ansprechbar sein.
Di, 30. Juni 17:30 Preview zur Eröffnung
Um Anmeldung wird gebeten.