Freunde
Trauma, Halluzinationen auf den Punkt gebracht – Kunst als heilende Brücke
Kunst kann ein Weg sein, innere Krisen zu überwinden und Erlebtem eine gestalterische Stimme zu verleihen.
Unter dieser Überschrift führen Prof. Marc Ziegenbein und Sprengel Direktor Dr. Reinhard Spieler durch die Ausstellung "Niki. Kusama. Murakami. Love You for Infinity". Prof. Dr. med. Marc Ziegenbein ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Ärztlicher Direktor des Wahrendorff Klinikum in Sehnde Köthenwald.
Nicht wenige Künstler, so auch Niki de Saint Phalle und Yayoi Kusama verarbeiten in ihrer Kunst traumatische Erlebnisse und Symptome psychischer Erkrankungen von Ängsten über Depressionen bis hin zu Halluzinationen. In ihren Werken war das Trauma einerseits symbolisiert und andererseits weit genug entfernt, sodass sie es aushalten und bearbeiten konnten. Kunst wird dabei eine Form des Überlebens und der Selbstermächtigung. Dem inneren psychischen Chaos wird wieder eine äußere Ordnung gegeben.
Yayoi Kusama bringt es auf den Punkt und findet über die Muster in ihren Bildern einen Weg, die Ängste und Zwänge zu überwinden. Takashi Murakami verarbeitet in seinen Kompositionen immer wieder das erlittene kollektive Trauma in der japanischen Gesellschaft durch die Atombomben Abwürfe in Hiroshima und Nagasaki.
Die Führung gibt Einblicke in das Innenleben der Künstler, deren mögliche psychische Erkrankungen im Kontext zu den Impulsen ihres Schaffens.
Zu dieser Veranstaltung sind neben den SPRENGEL FREUNDEN auch Mitglieder des Vereins Wahre Dorff Freunde e. V., dem Förderverein von Wahrendorff, eingeladen. Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch.
Mittwoch, 14. Januar 2026 18:00 Uhr
Die Platzzahl ist begrenzt auf 12 Plätze für SPRENGEL FREUNDE, eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.
Wo:
Kurt-Schwitters-Platz
30169
Hannover
Wann:
Mi. 14.01.2026, 18:00 Uhr - 19:30 Uhr